Donnerstag, 24. November 2016

Zwei neue Winterchino Minis für mich

Passend zum hereingefallenen Herbst habe ich mir mit meinem Lieblingschinoschnitt noch zwei ChinoMinis genäht. So ganz zu meiner eigenen Freude! ;o)


Vor einigen Wochen bin ich mit recht konkreten stoffwünschen zum Stoffmarkt geeilt und tatsächlich fündig geworden. Ein leicht fallender Wollstoff sollte es werden. Matt, gedeckt und gediegen ;o), haha, ein Stoff aus meinen Farbtönen, den ich vielfach kombinieren kann.


Was ich mit "meinen Farbtönen" meine? Vor Jahren habe ich mir mal gemeinsam mit ein paar lieben Mädels eine Farb- und Stilberatung gegönnt. Seither ist Klamöttchen- oder Stoffkauf viel unkomplizierter und griffsicher: zu wissen, das ein Farbton definitiv passen wird, entspannt mich kolossal. Und macht es für mich auf dem Stoffmarkt wirklich einfacher, denn Spiegel zum Dranhalten und Farbtonprüfen gibt es ja nicht. ;o) Ich kann euch eine solche Beratung wärmstens empfehlen. Und in gemütlicher Runde mit ein paar Mädels wird es mega lustig, unheimlich wertschätzend und günstiger dazu. Für mich war es unheimlich eindrücklich, die Wirkung der Farben am Gesicht einer Freundin zu sehen, denn bei mir selbst ist mir der Effekt gar nicht so gewichtig vorgekommen.


Aber nun zurück zu meinem LieblingsChino ;o): Ich trage auch im Winter unheimlich gern Rock. Bisher gab es für ganz kalte Tage für mich nur Ballonröcke, weil die ja doppelt und damit wirklich schön warm zu tragen sind. Letztes Jahr habe ich den Versuch gestartet, mir meinen Chino zu füttern und auch in einem Tutorial davon geschrieben. Nach gleicher Methode habe ich Nummer 2 ins Leben gebracht: 5 cm länger als im Schnitt und mit Futter aus dem gleichen Wollstoff, aus dem der Rock genäht ist.



Mag ich unheimlich! Er trägt sich weich, fällt schön und wärmt mich für die jetzigen Temperaturen ganz ausreichend. Der Wollstoff selbst ist nicht sehr dick, etwa wie Feincord.


Den Wollstoff für meinen zweiten Winterchino habe ich auch vom Stoffmarkt und es war Liebe auf den ersten Blick: Petrol mit SilberGlitziFäden!


Dieser Wollstoff ist etwa doppelt so dick, wie der Erste. Darum habe ich ihn nicht gefüttert, aber trotzdem 5cm länger, als der Orginalschnitt vorgibt, genäht.




Seht ihr die Glitzifäden? Ich habe ihn schon im echten Leben ausgeführt und trage ihn unheimlich gern! Wie findet ihr ihn?

Liebe Grüße von mir!
Do

Stoff:       Zwei Wollstoffe vom Stoffmarkt
Schnitt:   PRACHTKINDER Chino Mini hier erhältlich
Fotos:      von meinem Prachttöchterchen!


verlinkt bei rums

Freitag, 18. November 2016

TUTORIAL: das Schalband zum Sommerimmerkleid Alva

Erstmal danke ich euch herzlich für all eure Rückmeldungen zu meinen ebooks. Das freut mich immer ungemein, eure Gedanken, Freude, Lob zu hören und auf diese Weise mit euch in Kontakt kommen zu können und nicht ebooks in einen resonanzlosen Raum werfen zu müssen. Danke!

Vor zwei Wochen kam eine Nachfrage, wie man denn dem Alvaschalkragen geschickt so eine schöne Schlaufe verpassen kann. Wirklich, das habe ich im ebook gar nicht gezeigt und hole das nun auf diesem gleich Weg nach.
So wünsche ich euch nun viel Freude beim Lesen und Nachnähen und beginne umgehend. ;o)

Die Frage lautet: wie näht man eine locker fallende Dekoschlaufe am Schalkragen?


Als erstes schneidest du dir die Schlaufe zu. Dazu brauchst du ein passendes Stoffstück mit einer Länge von 15 und einer Breite von 11 cm. Die Nahtzugabe ist schon einberechnet.


Du faltest nun rechts auf rechts deinen Schlaufenstoff  in der Breite auf die Hälfte und nähst die beiden Längenseiten zu einem Ring zusammen.



 Gewendet liegt deine Schlaufe nun so vor dir.


Jetzt nimmst du dir eine Seite deiner Schlaufe und faltest die Nahtzugabe (etwa 0,7 cm) nach innen ...


... und steckst diese Seite mit Quernadeln ab.


Die zweite Öffnung faltest du ebenso nach innen. Dabei drehst den Ring aber so, dass die Mittelnaht nicht mehr mittig, sondern (wie auf dem oberen Foto) ganz am Rand oder (wie auf dem unteren Foto) nah am Rand liegt. Dadurch entsteht in der Schlaufe ein leichter Twist und sie liegt nicht platt, sondern locker geschwungen an. Bei der ersten Variante (Mittelnaht liegt ganz am Rand) erhält deine Schlaufe an der Alva einen starken Twist, bei der zweiten Variante (Naht endet zwischen Rand und Mitte) einen leichten Twist. Ich habe mich für Variante zwei entschieden.


Legst du nun die beiden Ränder flach auf, siehst du schon den entstehenden Dreh.


Bevor du die Ränder absteppst, faltest du noch die gegenüberliegenden abstehenden Enden zum Dreh hin nach innen und steckst sie auch ab. Bei mir erkennst du diesen Schritt an den gelben Nadeln.


Jetzt werden beide Ränder mit der Nähmaschine mit Geradstich knappkantig abgesteppt.


Zur Probe kannst du deine Schlaufe schon einmal als Ring legen, um zu sehen, ob dir das Ergebnis gefällt.


Im nächsten Schritt empfehle ich dir, deine Alva einmal anzuziehen um den Sitz der Schlaufe so für dich optimal zu positionieren. Mit einer Stecknadel fixierst du vorsichtig im angezogenen Zustand den außen liegenden Teil der Schlaufe und achtest dabei darauf, dass die Naht innen liegen soll. Die Schlaufe wird dabei so fixiert, dass sie, an einem Ende fixiert, nach unten liegt, nicht nach oben. Dadurch verschwindet später die Naht.


Die Seitennaht der Schlaufe und die Naht deines Alva-Schals mit dem runden Ausschnitt liegen dabei wie auf dem Foto genau übereinander. Nun steppst du diese Strecke noch einmal genau mit der Nähmaschine ab und nähst so die untere Seite der Schlaufe an deinen Alva-Ausschnitt.


Jetzt schlingst du die Schlaufe nach innen und legst wieder die Schlaufennaht auf deine Schalnaht. Wenn du durch den Stoff fühlst, sollen beide Schlaufenenden nun genau übereinander liegen.


Um eine "unsichtbare Naht" zur erzeugen, nähe diese Schlaufenseite mit einem Überwendlingstich per Hand an die Umschlagkante deines Alva-Schals an.


Sauber ist meiner nicht genäht, denke ich mir gerade. Dann beim nächsten Mal schöner. ;o)


Nach außen gewendet sieht deine Schlaufe nun so aus, im getragenen Zustand ist keine Naht sichtbar.


Nun ist dein Alva-Schal süß vollendet. Je nach Geschmack und Stoff kannst du nun die Schlaufe noch mit einem oder mehreren Knöpfen dekorieren oder was auch immer dir einfällt.

Und nun viel Freude beim Nachnähen!
Auf bald,
Do


Donnerstag, 17. November 2016

Meine Alva hat sich mit den Blättern verwandelt

Ihr Lieben, man sieht es ein bisschen, meine alten Energien hab ich noch nicht wieder, aber meine herbstlich verwandelte Alva will ich heute trotzdem zeigen. Die Weinberge meiner Kleinstadt standen hier für einige Wochen in traumhaftem senf, ich habs so gern gesehen. Als ich dann auf dem Stoffmarkt diesen Strick im fast gleichen Ton fand, war sofort klar, was daraus werden soll: Ich habe es den Reben nachgemacht, ich trage jetzt auch Herbst. ;o)


Zur Alva als Shirt habe ich mir den weiteren Schal gewählt, die Weite reicht mir auch an kühleren Tagen gut.



Jeans dazu, fertig. Alva ist für mich so herrlich alltags- und businesstauglich, es hängt immer ein bisschen von dem ab, was ich dazu trage. Und Jeans geht auch für beides. ;o)



Den Kragen habe ich wieder mit einem Band und Knopf dekoriert. Diesmal ein Lederband, das passte vom Material besser zum Strick. Dazu einen farblich ähnlichen Blumenknopf.
Wie du dieses Band selbst nähen kannst, zeige ich dir morgen hier im blog in einem Tutorial.


Ausschnitt, Schal und Alva habe ich komplett aus dem Strick genäht. Ungewendet und ohne Paspel. Schön, oder?


Ich liebe diese Farbe sehr. Überhaupt, Farben im Herbst mag ich unheimlich. Akzente setzen gegen das häufige klamottengrauschwarz in den kalten Jahreszeiten. Mal strahlende Farbe, mal gedeckte matte Farbe. Am Besten noch beides kombiniert. I like.


Wie gefällt sie euch?

Wenn ihr genau sehen wollt, wie ihr das Band geschickt um den Schal nähen könnt, schaut gern morgen wieder vorbei.

Eine schöne Restwoche wünsche ich euch!
Eure Do

Schnitt:     Sommerimmerkleid Alva von PRACHTKINDER
Stoff:        Noname-Strick vom holländischen Stoffmarkt

verlinkt mit rums

Sonntag, 13. November 2016

K(N)opflos beim Wintermantelsewalong

Ihr Lieben, 
letzten Sonntag habe ich euch leider den neusten Stand meines Wintermantels zum #Jackensewalong vorenthalten müssen und auch heute kann ich euch nur ein wenig zeigen, ich sehe aber die Zielgerade schon nah. ;o) Was passiert ist? Eine Erkältung, Grippe, oder was auch immer das war, hat mich letzte Woche innerhalb von zwei Stunden so flach gelegt, dass für einige Tage nichts mehr ging. Jetzt komme ich sehr langsam zu meinen alten Kräften. Ich schaffe Kinderversorgung, dazwischen Sofa. Die Jacke muss warten. Dennoch ist vor meinem knock out bisschen was geworden und das will ich zeigen. So schaff ich also meinen Zapfenstreich nicht pünktlich zum Finale des Wintermantelsewalongs, zeige euch aber auf jeden Fall meinen Mantel hier, wenn durch bin. Ihr dürft gespannt sein! ;o) 


Ich habe nun den Futterstoff eingenäht. Der ist im Schnittmuster nicht vorgesehen und ich habe mir ihn zusammengeschnippelt. Grundsätzlich basiert der Schnitt des Futterstoffs ja auf dem Schnitt, ich habe einzig an der oberen Kante des Hinterteils und an den Seiten einen Beleg eingefügt.


Und das Futter der Kapuze mit dem Mantelfutterstoff verbunden.



Ich danke euch für all eure lieben Kommentare und Meinungen auf allen Kanälen zu meiner Ausschnittfrage, das war wunderbar! Ich habe hin und her überlegt und dran gehalten. Eine Überlegung war, eine Paspel zu setzen. Die Zweite, das Ausschnittstück mit einem anderen, einfarbigen, Stoff zu ersetzen. Damit meine schönen Blütenknöpfe hier besser passen, aber auch, um insgesamt noch etwas anderes einzubringen, ein besonderes Etwas.



So habe ich mich für diese Variante entschieden, auf beiden Seiten den Ausschnitt vorsichtig herausgetrennt und beide neuen Stücken wieder eingesetzt. Was sagt ihr dazu?


Hier zeige ich euch noch einmal den Aufbau des Mantels und auch der Taschen. Es gibt den Außenstoff mit wärmendem Wollfutter und innen den Futterstoff aus ganz weichem und glattem Baumwollmischgewebe, ich rutsche gut rein und wieder heraus.


Hier seht ihr nochmal den Futterstoff in zerknitterter Gänze. ;o) Schön gibt es den, wenn ich wieder ganz fit bin. ;o)




Und so zeigt sich mein schöner zartglitzi Wintermantel momentan. Wie gefällt er euch?


Ja, und eines fehlt ja noch sehr deutlich: Die Möglichkeit, ihn auch zu schließen. Ich möchte das mit einer Knopfleiste lösen, weil ich oft und gern einen Mantel nur am Hals schließe, wenn es noch nicht ganz frostig ist. Das geht am besten mit Knöpfen, unabhängig davon, dass Knöpfe wirklich schön sind. So hab ich bisschen hinher überlegt, welche Knöpfe mir gefallen könnten. Von einem Handwerkermarkt habe ich die Idee heimgetragen, doch aus Baumscheiben Knöpfe selbst zu machen. Gesagt getan, Feuerholzstapel geplündert und einem dünnen Tannenarm zu viel Ehrung verhelfen wollen.



Nach dem Sägen einige Tage noch weitergetrocknet, vorgetrocknet waren sie schon gut. Dann geschliffen und mit Sprühlack lackiert. Heraus kamen zu meiner Freude diese 7 Ergebnisse. Was sie von meiner Waschmaschine halten, wollte ich noch heraus bekommen, bevor ich die annähe. Ich schreibe „wollte“, denn ich habe sie auf den Mantel gelegt und sie passen überhaupt nicht. Sie heben sich viel zu sehr vom Mantelstoff ab und stehlen den Blütenknöpfen die show und beide auf einmal gehen wirklich nicht.

Hm.


Eine neue Idee muss her. Die ist auch schon da, ich muss mich nur noch bisschen auf die Pirsch begeben, wo ich passende Knöpfe finde.
Aber schön sehen sie aus, oder? Sie werden eine neue Bestimmung finden, dessen bin ich mir sicher. Ob sie mit einem Waschgang klar kommen, berichte ich euch noch.

Ganz liebe schlappe Grüße derweil und eine schöne Woche euch!
Eure Do



verlinkt beim MMM